Als wäre er dabei gewesen: Gottesdienst erinnert an den Reformator Götz von Berlichingen – Eröffnung des neuen Burgmuseums

So etwas gibt es nur auf der Burg Hornberg!

Im ehemaligen Rittersaal der Oberen Burg fand am Sonntag, dem 25. Juli ein Gottesdienst mit Pfarrer Wolfram Stober aus Karlsruhe statt. Schnell füllte sich der für den Gottesdienst geschmückte Rittersaal mit zahlreichen Kirchgängern aus nah und fern. Mit dem Gottesdienst wurde am Orginalschauplatz des Götz von Berlichingen an ein ganz besonderes Reformations-Jubiläum gedacht. Denn der berühmte Ritter mit der eisernen Hand war ein Zeitgenosse Luthers und Befürworter seiner Thesen. 1521, also vor exakt 500 Jahren, trat Götz zum protestantischen Glauben über und mit ihm sein ganzer Hofstaat.

Anschließend zog die Fest-Gemeinde zum Sektumtrunk vor das neue Burgmuseum in der Unteren Burg. Dort wurde weiter gefeiert und das Museum eröffnet. Das Highlight der Ausstellung sind nachwievor die Orginal Ritterrüstung des Götz von Berlichingen und das Burgmodell im Verhältnis 1:100, das baulich an die Zeit des Raubritters erinnert. Außerdem gibt es hier viele Unikate zu bestaunen, unter anderem die Holzstatue der Heiligen Odilie, die Götz wohl sehr verehrt hatte.

Großen Zuspruch bei den Gästen fanden die kurzweiligen Burg-Führungen. Zuerst gab die aus dem SWR-Fernsehen bekannte Kräuterfrau Ingrid Hagner zauberhafte Anekdoten über die Magie der Kräuter des Mittelalters zum Besten.

Anschließend ließ Burgenforscher Nicolai Knauer im Kostüm des Götz von Berlichingen die Geschichten der Burg und seines Ritter-Helden im  ausklingenden Mittelalter lebendig werden.